Kinder helfen Kindern

In der Vorweihnachtszeit und zu St. Martin helfen die Menschen einander und teilen. Auch in der ASB-Kindertagesstätte Lutterberg wissen die Kinder, wie wichtig teilen ist. Vorbild ist für sie ist der heilige St. Martin, der seinen Mantel mit einem armen, frierenden Menschen geteilt hat.

Kleine Helfer: Die ASB-Kita-Kinder überreichen ihre Spielzeugspenden an Ingrid Rathgeber, Vorsitzende des Vereins Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl.
Foto: ASB / A. Schumacher

Diese schöne Geschichte von St. Martin haben die Kita-Kinder von ihren Erzieherinnen erzählt bekommen. „Somit ist bei uns die Idee entstanden, dass wir auch teilen möchten", berichtet Kindertagesstätten-Leiterin Martina Kupke rückblickend. Denn bereits vor 15 Jahren hat die ASB-Kita in Lutterberg ihr sogenanntes St.-Martin-Projekt ins Leben gerufen, das seitdem jährlich stattfindet.

Jedes Kind bringt in der Vorweihnachtszeit, nach dem Laternenumzug zu St. Martin, ein Spielzeug von sich mit, das es dann speziell für Kinder in Weißrussland spendet. Um die dortigen Kinder kümmert sich der Verein „Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl" mit der Vorsitzenden Ingrid Rathgeber aus Speele.

ASB-Kita-Kinder teilen ihr Spielzeug mit Mädchen und Jungen aus Tschernobyl

Somit war die Vereinsvorsitzende vor kurzem in die Kita eingeladen worden, um die Spenden entgegenzunehmen. Zur Einstimmung wurden Lieder gesungen, wie das der Lichterkinder, die so wie St. Martin Freude schenken. Dann durfte jedes Kind seine Spielzeugspende persönlich überreichen. Ein Feuerwehrauto, Teddys, ein Plastikhund und vieles mehr legten die Kinder in die Hände von Ingrid Rathgeber. „Ich freue mich sehr über das Engagement", sagte sie. „Die Kinder in den Gebieten um Tschernobyl sind gesundheitlich angeschlagen und arm. Ihre Eltern haben fast kein Geld für Medikamente und für Spielzeug schon gar nicht", berichtete sie von ihren Besuchen in Weißrussland. „Dieses Jahr gehen die Spielzeuge und weitere Spenden an ein Kinderheim mit Waisenkindern, ein Heim für geistig behinderte Jungen und an bedürftige Familien", kündigte die Speelerin an.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt jedes Jahr so gut angenommen wird, denn nicht nur die Kita-Kinder spenden ein Spielzeug, sondern auch die Eltern und Mitarbeiter bringen Kleidung, Bettzeug und mehr mit", meinte Martina Kupke.