Historisches zur Erste Hilfe- und Notfallausbildung

Die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe ist der zentrale Gründungsgedanke des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Heute kaum mehr vorstellbar: der Transport von Kranken mit dem Fahrrad.
Foto: ASB

Vor mehr als 115 Jahren gab es weder flächendeckende Rettungsdienste noch Arbeitsschutz- oder Unfallverhütungsvorschriften. Niemand kümmerte sich um die außergewöhnlich hohen Un­fall­zah­len in den Fabriken. Ungeschützte Maschinen verursachten schwere, häufig tödliche Un­fäl­le und niemand konnte helfen. Medizinisches Wissen wurde der Ärzteschaft vorbehalten.

Als im Jahre 1888 einige Zimmerleute bei einem Betriebsunfall starben, mussten Ihre Kollegen hilf­los dabei zusehen. Ihre persönliche Bestürzung und die folgende Initiative wurden zum Aus­lö­ser einer Bewegung aus der der erste "Lehrkursus über die Erste Hilfe bei Unglücksfällen" und schließ­lich der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hervorgingen.

Als Gründerväter des ASB setzten die Zimmerleute die ersten Impulse für die Notfallrettung in Deutsch­land und noch heute nimmt die Ausbildung einen wichtigen Stellenwert im Arbeiter-Samariter-Bund ein.